Warum ein Notfallrucksack?

Ein Notfallrucksack, der auch als Fluchtrucksack bezeichnet wird, ist elementarer Bestandteil einer durchdachten Krisen- bzw. Katastrophenvorsorge. Nun könnte man meinen, dies wäre lediglich für Personen interessant, die eher einen Hang zu dystopischen Fantasien oder eine Neigung für Weltuntergangsszenarien haben aber bei genauer Betrachtung trifft dies nicht zu – mal davon abgesehen, dass beispielsweise bei einem apokalyptischen Asteroideneinschlag ein Notfallrucksack nichts mehr bringt.

Warum sollte ich also einen Rucksack, gepackt mit Dingen, die aller Wahrscheinlichkeit nie zum Einsatz kommen, bei mir zu Hause griffbereit haben? Nun, um es kurz zu machen – „Für den realistischen Notfall“ und hier lassen wir bewusst die Endzeitszenarien außen vor, denn Notfälle aller Art sind in Ihrer Wahrscheinlichkeit häufiger als man glauben mag. Ein realistischer Notfall könnte demnach ein gewöhnlicher Hausbrand sein, ein Gasleck in der Straße oder schlimmere Szenarien mit größerer Tragweite wie z.B. ein AKW-Zwischenfall oder Terrorakt. Egal welcher Ernstfall nun Eintritt, wenn Sie aufgefordert werden das eigene Heim zu verlassen, dann fehlt Ihnen womöglich die Zeit die wichtigsten Dinge zu packen oder es werden schlichtweg Sachen vergessen – deshalb empfiehlt sich ein Notfallrucksack! Wichtige Dokumente, etwas zum Überziehen, sowie Verpflegung u.v.m. sind im Notfallrucksack sicher verstaut, den sie griffbereit haben wenn es darauf ankommt.

Die angesprochenen Großgefahrenlagen werden bereits heute im Zivilschutzkonzept der Bundesregierung berücksichtigt und sind hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit sehr real. Aus diesem Grund empfiehlt auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, dass jeder Bürger ein Notgepäck griffbereit haben sollte. Der Inhalt des Notfallrucksacks kann, je nach erforderlicher Aufenthaltsdauer außerhalb der eigenen vier Wände, variieren aber Kernbestandteile sind nach Empfehlungen des Bundesamts folgende Komponenten:

  • Erste-Hilfe-Material und persönliche Medikamente
  • Batteriebetriebenes Radio inkl. Reservebatterien
  • Dokumententasche für die wichtigsten Unterlagen
  • Verpflegung für 2 Tage
  • Wasserflasche, Essgeschirr und –besteck
  • Taschenlampe, Schlafsack oder Decke
  • Kleidung und Hygieneartikel für ein paar Tage
  • Fotoapparat oder Fotohandy

Anhand der Empfehlung kann man erkennen, dass es keine optimale Lösung für die beste Zusammensetzung des Inhalts gibt, denn die Umstände wann und bei welchem Notfall der Notfallrucksack zum Einsatz kommt sind sehr variable. Denn sollte ich gezwungen sein, im Sommer mein Haus zu verlassen, um draußen autark zu überleben bis Hilfe eintrifft, benötige ich andere Dinge als im Winter. Ebenso ist das Szenario ein entscheidender Faktor, da ich bei einer (an)geordneten Evakuierung, aller Wahrscheinlichkeit nach, auf staatliche Hilfe zurückgreifen kann, während ich bei einem Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung, komplett auf mich alleine gestellt bin.

Wie sie sehen, kann man bei der Zusammenstellung eines Notfallrucksack enorm viel Aufwand betreiben und deshalb möchten wir von Praeparatio-Securitas mit unseren Notfallrucksäcken zumindest eine Basis schaffen und sie animieren diese individuell zu ergänzen. Hierfür nehmen wir auch gerne IHR Feedback für Verbesserung entgegen und würden uns freuen, wenn sie IHRE Erfahrung in unsere Produkte miteinfließen lassen.

Ein kurzer, wenn auch wichtiger Hinweis zu der Art des Rucksacks, der als Notgepäck in Frage kommen sollte, möchten wir noch geben.

Neben einem ausreichenden Volumen und entsprechender Tragequalität spielt auch die Farbe eine wichtige Rolle. Wir raten dringend davon ab, sogenannte Tarnfarben zu verwenden, da in einem bewaffneten Konflikt davon ausgegangen werden kann, dass die Nutzung von Tarnfarben zu einer direkten oder indirekten Einstufung als sogenannter „Kombattant“ führt. Die Gegenseite geht also davon aus, dass die Person an Kampfhandlungen beteiligt ist und wird demnach als Gefährdung eingestuft und letztendlich bekämpft. Unrealistisch? Keineswegs, denn im Ukrainekonflikt haben Bewohner ihre Tarnkleidung verbrannt, um bei Hausdurchsuchungen, nicht als Feind oder flüchtiger Soldat verdächtigt zu werden.